Zentrale Punkte
- Zwei bis vier kohärente Optionen.
- Ein gemeinsamer Umfang und Horizont.
- Kriterien vor der Bewertung.
- Sensitivitäten und Schwellenwerte neben Scores.
Echte Alternativen formulieren
Ein Szenario beschreibt eine zusammenhängende strategische Wahl, keine einzelne Variable. Optionen unterscheiden sich in Positionierung, Ressourcen, Tempo oder Bindungsgrad und bleiben intern konsistent.
Kriterien vor den Ergebnissen definieren
Kriterien erhalten Definition, Skala, Datenquelle und mögliche Gewichtung. So wird verhindert, dass die Vergleichslogik an die bereits bevorzugte Option angepasst wird.
| Kriterium | Beispielfrage | Ergänzende Prüfung |
|---|---|---|
| Wertbeitrag | Welchen Nutzen schafft die Option? | Bandbreite und Zeithorizont |
| Machbarkeit | Kann die Organisation umsetzen? | Kapazität und Abhängigkeiten |
| Risiko | Was kann scheitern? | Wirkung und Minderung |
| Umkehrbarkeit | Wie teuer ist ein Kurswechsel? | Schwelle und Ausstiegspunkt |
Sensitivität und Kompromisse lesen
Eine Rangfolge wird mit alternativen Gewichtungen, kritischen Annahmen und einem plausiblen Negativfall getestet. Das Ergebnis benennt den Kompromiss, nicht nur den höchsten Score.
Häufige Fragen
Wie viele Szenarien sind sinnvoll?
Meist zwei bis vier. Zu viele Varianten erschweren den Vergleich und können echte Wahlmöglichkeiten verdecken.
Müssen Kriterien gewichtet werden?
Nicht immer. Wenn Gewichtungen genutzt werden, müssen sie begründet und mit Sensitivitäten ergänzt werden.
Entscheidet der höchste Score?
Nein. Scores strukturieren die Diskussion; Risiken, Abhängigkeiten, Bandbreiten und menschliche Verantwortung bleiben wesentlich.