Methodenleitfaden · Portfolio

Directional Policy Matrix: Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke verbinden

Bilden Sie Attraktivität und Wettbewerbsstärke aus gewichteten Faktoren und interpretieren Sie die Position ohne universelle Schwellen.

Das Wichtigste

Zentrale Punkte

  1. 01

    Vergleichbare Einheiten vor den Faktoren definieren.

  2. 02

    Skala und Gewichte jeder Achse offenlegen.

  3. 03

    Sensitivität gegenüber Faktoren und Gewichten prüfen.

  4. 04

    Zonen als Hypothesen statt als Befehle behandeln.

01

Beide Achsen und ihren Umfang definieren

Die Attraktivität beschreibt Markt oder Segment durch Wachstum, zugängliche Marge, Barrieren, Stabilität oder Wettbewerbsintensität. Die Wettbewerbsstärke beschreibt Anteil, Marktzugang, Differenzierung, Fähigkeiten oder relative Kosten.

Einheiten, Zeitraum und Faktordefinitionen müssen vergleichbar sein.

02

Nachvollziehbare Scores berechnen

Die Gewichte summieren sich auf 100 %. Jeder Faktor erhält eine Note auf einer erklärten Skala. Der Achsenscore ist die Summe aus Gewicht × Note; inverse Faktoren werden vor der Aggregation gedreht.

Beispiel auf einer Skala von 0 bis 100: Attraktivität ergibt aus Wachstum 40 % × 80, Marge 35 % × 60 und Barrieren 25 % × 40 den Wert 63. Stärke ergibt aus Anteil 35 % × 70, Distribution 35 % × 80 und Angebot 30 % × 60 den Wert 70,5.

AchseFaktorenGewichteNotenErgebnis
AttraktivitätWachstum · Marge · Barrieren40 · 35 · 25 %80 · 60 · 4063,0
StärkeAnteil · Distribution · Angebot35 · 35 · 30 %70 · 80 · 6070,5
03

Ohne erfundene Grenzen interpretieren

Der Punkt verortet ein Geschäft im gewählten Referenzrahmen. Politikzonen hängen von Modell, Skala und ausdrücklich beschlossenen Schwellen ab. Ohne solche Schwellen bleiben Koordinaten und Richtungen erhalten, aber keine Zone wird automatisch vergeben.

Die Sensitivität zeigt, welche Annahmen die Diagnose verschieben.

04

Die Matrix mit der Portfolioentscheidung verbinden

Im vorgeschlagenen Ablauf strukturiert Grid die DPM und Atlas bewahrt das Entscheidungsdossier. Faktoren, Gewichte und Richtung werden von den Verantwortlichen geprüft; die Matrix gibt keine eigenständige Empfehlung ab.

Dokumentiert werden Richtung, Ressourcen, Verzicht, fehlende Belege und das Signal für eine erneute Prüfung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist die DPM identisch mit GE-McKinsey?

Beide verbinden Attraktivität und Stärke, nutzen jedoch eigene Faktoren, Konventionen und Politiken. Scores dürfen nicht verschmolzen werden.

Welche Schwellen sind richtig?

Es gibt keine universelle Schwelle. Dokumentieren und testen Sie die gewählten Grenzen.

Bestimmt die Position das Budget?

Nein. Restriktionen, Wechselwirkungen, Risiko, Liquidität und Kapazität bleiben zusätzlich relevant.

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